Auf dieser Homepage finden Sie eine Auswahl an Filmen zum Thema ungewollte Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung). Das unvorstellbare Leid und Sterben von Frauen als Folge von illegalen und damit unsicheren Abbrüchen hat die Menschen schon immer tief bewegt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß das Medium Film von Beginn an dafür eingesetzt wurde, diese Tragödie sowie Lösungsmöglichkeiten zu dokumentieren. Die ersten beiden Filme zum Thema wurden bereits 1939 und 1940 gedreht. Sie haben damals zu einer sehr starken Reaktion in der Öffentlichkeit geführt, einschließlich Zensur und Aufführungsverboten. In der Folge entstand in den verschiedensten Ländern und Kulturen eine große Anzahl von Filmen dazu. Sie alle haben eines gemeinsam: das Leiden und Sterben von Frauen als Folge der Ignoranz der Gesellschaften. Ohne Zwang und gegen jede vernünftige Logik haben sich alle Gesellschaften in der Vergangenheit dazu entscheiden, den Schwangerschaftsabbruch zu verbieten, anstatt den betroffenen Frauen mit konstruktiven Lösungen zu helfen, einschließlich der Prävention von ungewollten Schwangerschaften.
In den Industrieländern kam es in den letzten 30-40 Jahren zu grundlegenden Veränderungen. Die Gesellschaften waren nicht mehr bereit das Leid und das Sterben ihrer Frauen hinzunehmen und legalisierten deshalb den Abbruch. Daraufhin verschwanden diese Zustände praktisch über Nacht und die Gesundheit und das Leben von Frauen hat sich in diesen Ländern schlagartig verbessert. In den Ländern, die früher kolonialisiert waren, sind allerdings heute noch die früheren mittelalterlichen Gesetze der ehemaligen Kolonialmächte in Kraft, nach denen der Abbruch verboten ist und mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet wird. Als Folge davon hat die Müttersterblichkeit in diesen Ländern immer noch ein unvorstellbar hohes Ausmaß. Obwohl diese Länder in allen Entwicklungsfragen den Industrieländern nacheifern, steht eine Legalisierung des Abbruchs und damit eine deutliche Verbesserung der Gesundheit und des Überlebens von Frauen derzeit nicht auf dem Programm. Die Legalisierung des Abbruchs wird mit einer angeblich moralischen/ethischen Argumentation verhindert, nach der die hohe Anzahl an illegalen Abbrüchen und die dadurch dramatisch schlechte Gesundheit sowie das Überleben von Frauen moralisch eher zu vertreten sei, als ähnlich viele legale Abbrüche, die keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen haben.
Allerdings gibt es auch in den Industrieländern seit einigen Jahren religiöse und politische Bemühungen das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Es werden Forderungen erhoben, den Abbruch zu erschweren oder sogar ganz zu verbieten. Dabei wird vergessen, daß dies keine Lösung des Problems ungewollter Schwangerschaften darstellt, sondern lediglich zu einer Tabuisierung führt. Offensichtlich haben viele Menschen vergessen, wie grausam derartige Zustände früher waren und welches Ausmaß an Menschen-, bzw. Frauenverachtung sich darin ausdrückt. Die Filme rufen vergangene Zeiten wieder in Erinnerung. Sie machen deutlich, daß der Schwerpunkt auf der Prävention von ungewollten Schwangerschaften liegen muß und daß es keine vernünftige Alternative zu legalen, sichern Schwangerschaftsabbrüchen gibt